VR Story

 

„Die Kreation spezifischer Erzählmuster für VR-Erfahrungen ist für Autorinnen, Autoren und Regie ein weites Feld unerforschter Möglichkeiten und die Literarizität für VR-Content wird sich eher am Roman als am Drama orientieren.“
Marcus Josef Weiss

 

ÜBERLEGUNGEN zur DRAMATISIERUNG von „Der Fall“ (AUTORENSTATEMENT)

  • Die 360° Bühnenfassung untersucht das dramatische Potential der räumlichen
    Interaktion.
  • Die eng gewundene Triebfeder des Protagonisten gewinnt (potenziell) an
    Ausdruckskraft, wenn der – in der ursprünglichen Textfassung von Camus
    männlich portraitierte Protagonist Johannes Clamans – zu einer weiblichen Figur
    umgestaltet wird.
  • Wir nennen sie: Johanna Clamans, ehemalige Staranwältin in Paris, wohnhaft
    am Place Saint Michel, taucht nach einem traumatischen Ereignis, das ihr perfekt
    inszeniertes, gutbürgerliches Selbstbild zerstörte, in einem Amsterdamer
    Edelbordell unter, um dort ihrer nunmehr neugewählten Mission zu folgen:
    Doppelmoral entblößen. Eine Figur, mit einem ungewöhnlichen und sehr hohen
    Konfliktpotenzial.
  • Die Unverzeihbarkeit der eigenen Schuld und der gewählte Mechanismus der
    Selbsterniedrigung, um die Lebenslüge einer narzisstischen männlichen Welt zu
    entspiegeln, scheint mir eine faszinierende und überraschende Idee, die dieser
    Geschichte in vielen Bereichen eine spannende Aktualität verleihen könnte, ohne
    ihre inhaltliche oder emotionale Ausdruckskraft zu schädigen.

 

 


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